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Die „Historische Druckwerkstatt Cicero“ in der IGS Stade

Mit dem Start am 17.2.2014 gibt es im Schul­kel­ler der IGS eine rich­ti­ge Dru­cke­rei. Hier wird noch nach der al­ten Tech­nik Gu­ten­bergs (1400 — 1468) ge­setzt und ge­druckt. Der Ver­ein „His­to­ri­sche Druck­werk­statt Ci­ce­ro e.V.“ be­treibt heu­te mit Schrift­set­zer- und Dru­cker­kol­le­gen aus Sta­de die­se wert­vol­le alte Dru­cke­rei. Im Rah­men der Nach­mit­tags-Nei­gungs­kur­se kön­nen hier Schü­le­rin­nen und Schü­ler je­den Mon­tag den Um­gang mit Hand­satz-Schrif­ten, dem Lin­ol­schnitt und das Dru­cken mit al­ten Ma­schi­nen im Hoch­druck ler­nen.

Ur­sprüng­lich stand ein Teil die­ser al­ten Dru­cke­rei in der Set­ze­rei des Ver­la­ges Gruner+Jahr im Ham­bur­ger Pres­se­haus. Hier ent­stan­den da­mals bis An­fang 1982 die Sei­ten der Zeit­schrif­ten Stern, Bri­git­te, Spie­gel und der Wo­chen­zei­tung „DIE ZEIT“. Doch dann hat­te die alte „Blei­satz­tech­nik“ aus­ge­dient und die Sei­ten wur­den da­nach zu­erst im Fo­to­satz und spä­ter dann bis heu­te mit dem Com­pu­ter pro­du­ziert.

Um aber die­se alte Satz- und Druck-Tech­nik nicht in Ver­ges­sen­heit ge­ra­ten zu las­sen, wur­de ein Teil der G+J-Setzerei von ei­ni­gen Set­zer-Kol­le­gen güns­tig auf­ge­kauft. Nach ei­ni­gen Um­zü­gen fand die­se alte Dru­cke­rei dann im Stader Tech­nik- und Ver­kehrs­mu­se­um eine neue Hei­mat. Schrift­re­ga­le und Ma­schi­nen aus di­ver­sen Stader Dru­cke­rei-Be­trie­ben ka­men dann im­mer wie­der als Stif­tun­gen dazu. Nie­mand moch­te die­se alte, aber in Jahr­hun­der­ten be­währ­te Tech­nik ein­fach ver­nich­ten, son­dern woll­te sie er­hal­ten wis­sen. Nach dem „Aus“ des Tech­nik- u. Ver­kehrs­mu­se­ums er­mög­lich­ten uns dann die Han­se­stadt Sta­de und die IGS, 2013 im Schul­kel­ler ein neu­es Zu­hau­se zu fin­den.

Jetzt möch­ten wir in der „His­to­ri­schen Druck­werk­statt“ die Mög­lich­keit nut­zen, dem ak­tu­el­len Trend, In­for­ma­tio­nen und Wis­sens­in­hal­te nicht mehr per Druck, son­dern nur noch über di­gi­ta­le Me­di­en und das In­ter­net zu er­fah­ren, et­was „Hand­ge­mach­tes“ ent­ge­gen­set­zen. Das ge­druck­te Wort scheint im­mer mehr zu ver­schwin­den, der Wert ei­nes „Druck­wer­kes“ und die da­mit ver­bun­de­ne hand­werk­li­che Kunst ver­liert an Be­deu­tung und droht in Ver­ges­sen­heit zu ge­ra­ten.

Im Mit­tel­punkt un­se­rer Ar­beit mit den Kin­dern in un­se­rer „His­to­ri­schen Druck­werk­statt“ soll dar­um das ei­gen­hän­di­ge Er­stel­len und Ver­ar­bei­ten von Tex­ten und Bil­dern so­wie das Er­le­ben des Druck­vor­gangs mit sei­nen not­wen­di­gen Vor­stu­fen ste­hen. Un­ter fach­kun­di­ger An­lei­tung wol­len wir den Schü­lern die Mög­lich­keit ge­ben, ihre Ide­en mit Blei- und Holz­buch­sta­ben so­wie Lin­ol­schnit­ten in selbst ge­schaf­fe­ne Druckerzeug­nis­se um­zu­set­zen und zu Pa­pier zu brin­gen.