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Zukunftswerkstatt der IGS Stade organisiert Podiumsdiskussion zum Surfpark

Seit Be­ginn des Schul­jah­res be­schäf­tigt sich die AG Zu­kunfts­werk­statt der IGS Sta­de in­ten­siv mit dem ge­plan­ten Surf­park in Sta­de. Die Schü­le­rIn­nen re­cher­chier­ten ei­gen­stän­dig, führ­ten Ge­sprä­che mit ver­schie­de­nen Ak­teu­rin­nen aus Po­li­tik und Ge­sell­schaft und setz­ten sich dif­fe­ren­ziert mit dem The­ma auseinander.

Am Frei­tag, den 24. April 2026, lud die Zu­kunfts­werk­statt schließ­lich zu ei­ner Po­di­ums­dis­kus­si­on ein. Als Gäs­te nah­men un­ter an­de­rem die Bür­ger­meis­ter­kan­di­da­ten Arne Kra­mer (CDU) und Kai Koe­ser (SPD), der Ers­te Stadt­rat Lars Kolk, Mi­cha­el Quel­le (Die Lin­ke) so­wie Jost Ro­bohm, Prof. Dr. Bernd Ho­hen­dorff und Udo Pa­sche­d­ag als Ver­tre­ter der Bür­ger­initia­ti­ve „Surf­park – Nein Dan­ke“ auf dem Po­di­um Platz.

Die Ver­an­stal­tung wur­de von den Schü­le­rIn­nen He­le­ne Schmorl (Jahr­gang 10), Ja­kob Pe­ters und Per Fel­zel (bei­de Jahr­gang 12) mo­de­riert. Rund 180 Schü­le­rin­nen der IGS Sta­de ver­folg­ten die Diskussion.

Zu Be­ginn stell­te Lars Kolk den ak­tu­el­len Stand des Pro­jekts vor. Dem­nach liegt der­zeit ein An­trag zur Auf­he­bung des Bau­stopps beim Ver­wal­tungs­ge­richt; eine Ent­schei­dung steht noch aus. Par­al­lel dazu wird an der Er­schlie­ßung des ge­plan­ten Ge­wer­be­ge­biets gearbeitet.

Im wei­te­ren Ver­lauf dis­ku­tier­ten die Teil­neh­men­den kon­tro­vers über ver­schie­de­ne Aspek­te des Pro­jekts, dar­un­ter so­zia­le Aus­wir­kun­gen, Nut­zen für die Stadt, fi­nan­zi­el­le Fra­gen, Ver­kehr so­wie den Genehmigungsprozess.

Die Kri­ti­ker hin­ter­frag­ten ins­be­son­de­re die zu­grun­de lie­gen­de Stadt­pla­nung und äu­ßer­ten Be­den­ken hin­sicht­lich des Flächen‑, En­er­gie- und Res­sour­cen­ver­brauchs. Auch die Stand­ort­wahl so­wie mög­li­che öko­lo­gi­sche Fol­gen wur­den the­ma­ti­siert. Zu­dem wur­de dar­auf hin­ge­wie­sen, dass ver­gleich­ba­re An­la­gen mit ho­hen Nut­zungs­kos­ten ver­bun­den sind und da­her nicht für alle Be­völ­ke­rungs­grup­pen glei­cher­ma­ßen zu­gäng­lich seien.

Die Be­für­wor­ter be­ton­ten hin­ge­gen die mög­li­chen Chan­cen für Sta­de. Ge­nannt wur­den un­ter an­de­rem ein Image­ge­winn, eine stär­ke­re tou­ris­ti­sche At­trak­ti­vi­tät so­wie wirt­schaft­li­che Im­pul­se. Auch die Ent­wick­lung neu­er Ge­wer­be­flä­chen und zu­sätz­li­cher Frei­zeit­an­ge­bo­te wur­de als Vor­teil hervorgehoben.

Im Be­reich Ver­kehr wur­den un­ter­schied­li­che Ein­schät­zun­gen deut­lich: Wäh­rend kri­ti­sche Stim­men eine Zu­nah­me des In­di­vi­du­al­ver­kehrs be­fürch­ten, ver­wie­sen die Be­für­wor­ter auf ge­plan­te Ver­kehrs­kon­zep­te wie Shut­tle-An­ge­bo­te so­wie die be­stehen­de Infrastruktur.

Auch die bis­he­ri­gen Kos­ten für die Stadt, die un­ter an­de­rem durch recht­li­che Ver­fah­ren ent­stan­den sind, wur­den an­ge­spro­chen und un­ter­schied­lich bewertet.

Am Ende der Ver­an­stal­tung ka­men die Schü­le­rIn­nen aus dem Pu­bli­kum selbst zu Wort. Da­bei zeig­te sich ein ge­misch­tes Meinungsbild.

Ab­schlie­ßend be­ton­te die Zu­kunfts­werk­statt die Be­deu­tung des of­fe­nen Aus­tauschs bei kom­ple­xen The­men. Ziel sei es, un­ter­schied­li­che Per­spek­ti­ven ken­nen­zu­ler­nen, sich eine fun­dier­te ei­ge­ne Mei­nung zu bil­den und In­for­ma­tio­nen kri­tisch zu hinterfragen.

Die AG Zu­kunfts­werk­statt ist ein neu­es An­ge­bot der IGS Sta­de. Hier set­zen sich Schüler*innen in­ten­siv mit re­gio­na­len Pro­jek­ten aus­ein­an­der, be­leuch­ten die­se aus ver­schie­de­nen Blick­win­keln und för­dern so ein re­flek­tier­tes und fak­ten­ba­sier­tes Den­ken – auch als Ge­gen­pol zu schnel­len Mei­nungs­bil­dungs­pro­zes­sen in so­zia­len Medien.


Das Stader Tageblatt berichtete am 25.04.2026
über die Podiumsdiskussion an der IGS Stade:

Stader Ta­ge­blatt 25.04.26
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